Foundry Roboter
Foundry-Roboter übernehmen Handhabungsaufgaben unter den anspruchsvollen Bedingungen einer Druckgießerei. Sie können Einlegeteile zuführen, Gussteile aus der geöffneten Form entnehmen, Bauteile durch Kühlstationen führen und anschließend an Entgratpresse, Prüfstation oder Fördertechnik übergeben.
Arbeitsraum einer automatisierten Gießzelle
Der Roboter bildet die bewegliche Verbindung zwischen den einzelnen Prozessstationen. Das konkrete Layout hängt von Maschine, Gussteil, Entnahmerichtung, Kühlkonzept, Entgratprozess und verfügbarer Aufstellfläche ab.
Roboter
Welche Aufgaben kann ein Foundry-Roboter übernehmen?
Nicht jede Gießzelle benötigt den gleichen Automatisierungsumfang. Die Aufgaben können von einer reinen Teileentnahme bis zur vollständigen Verkettung mehrerer Bearbeitungsschritte reichen.
Drei Grundparameter bestimmen den möglichen Arbeitsraum
Die technischen Daten müssen nicht nur zum Gussteil passen, sondern auch zu Greifer, Entnahmeposition, Stationen, Störkonturen und gewünschter Taktzeit.
Zur erforderlichen Nutzlast gehören Gussteil, Anguss, Greifer, Sensorik, Leitungen und gegebenenfalls zusätzliche Werkzeuge am Roboterflansch.
Der Roboter muss Entnahmepunkt, Kühlung, Entgratpresse und Ablage erreichen, ohne dauerhaft an den Grenzen seines Arbeitsraums zu arbeiten.
Achsgeschwindigkeiten, Beschleunigung, Roboterbahn und Wartezeiten beeinflussen, ob die geplante Zykluszeit zuverlässig erreicht werden kann.
Der Greifer entscheidet über den sicheren Teilekontakt
Ein vorhandener Roboter kann technisch geeignet sein, obwohl der bisherige Greifer nicht zum neuen Bauteil passt. Deshalb sollten Roboter und Endeffektor getrennt bewertet werden.
Bei heißen, unregelmäßig geformten Gussteilen sind Greifposition, Klemmkraft, Wärmeabstand und mögliche Bauteilverformungen besonders wichtig.
Foundry-Ausführung, Schutzraum und Steuerung gehören zusammen
Gießereiroboter arbeiten in einer Umgebung mit Wärme, Staub, Trennmittel, Sprühnebel und heißen Bauteilen. Neben dem Roboter selbst müssen daher auch Kabelpaket, Greifer, Steuerung, Einhausung und Sicherheitskonzept zum Einsatz passen.
Der Roboter im Zusammenspiel mit der Kaltkammer-Automation
Die beste Roboterlösung entsteht nicht isoliert. Dosierung, Formbesprühung, Temperierung, Teileentnahme und Entgraten beeinflussen sich gegenseitig und sollten als gemeinsame Zelle betrachtet werden.
Prüfung eines gebrauchten Foundry-Roboters
Die einzelnen Bereiche können für die technische Vorprüfung nacheinander geöffnet werden. Neben dem Roboter selbst ist der tatsächlich enthaltene Lieferumfang entscheidend.
Robotermodell, Traglast und Reichweite
Modell, Achsanzahl, maximale Traglast, Reichweite, Handgelenkbelastung und zulässige Einbaulage müssen zur geplanten Aufgabe passen.
Greifergewicht, Gussteil, Anguss und Leitungen müssen bei der Nutzlastberechnung gemeinsam berücksichtigt werden.
Zustand der Mechanik und Achsen
Getriebe, Motoren, Bremsen, Lager, Achsspiel, Schmierung und mögliche ungewöhnliche Geräusche sollten geprüft werden.
Auch Ölverluste, beschädigte Abdeckungen und der Zustand des Handgelenks sind relevant.
Steuerung, Bediengerät und Software
Robotercontroller, Teach-Pendant, Programme, Softwareoptionen, Schnittstellen, Sicherheitsfunktionen und vorhandene Backups erfassen.
Steuerungsgeneration und Ersatzteilverfügbarkeit beeinflussen den späteren Integrationsaufwand.
Foundry-Schutz und Kabelpaket
Schutzpaket, Lackierung, Dichtungen, Schutzschläuche, Handachsenleitungen und Medienpakete auf Wärme- und Verschleißspuren prüfen.
Bei einer anderen Einbausituation kann ein angepasstes Kabel- oder Schlauchpaket notwendig sein.
Greifer und enthaltene Peripherie
Klären, ob Greifer, Sockel, Steuerung, Bediengerät, Kabel, Sicherheitszaun, Schaltschrank und weitere Stationen zum Lieferumfang gehören.
Ein vorhandener Greifer muss nicht automatisch für das neue Gussteil geeignet sein.
Demontage, Transport und Wiederinbetriebnahme
Position, Befestigung, Schwerpunkt, Transportgestell, Kabelkennzeichnung, Programmbackup und sichere Achsstellung für den Transport vorbereiten.
Am neuen Standort sind Fundament, Roboterbasis, Schutzraum, Steuerung und Zellenkommunikation neu abzustimmen.
Für einfache, wiederkehrende Entnahmebewegungen kann ein elektropneumatisches oder hydraulisches Entnahmegerät wirtschaftlich ausreichend sein. Ein mehrachsiger Foundry-Roboter bietet dagegen mehr Flexibilität, wenn mehrere Stationen angefahren, Bauteile orientiert oder verschiedene Aufgaben innerhalb einer Zelle kombiniert werden sollen.
Die Entscheidung sollte deshalb anhand von Bewegungsablauf, Bauteilvarianten, Taktzeit, verfügbarer Fläche und zukünftigem Automatisierungsbedarf getroffen werden.
Gebrauchte Foundry-Roboter etablierter Hersteller
FISS Machines handelt mit gebrauchten Gießerei- und Handhabungsrobotern unterschiedlicher Traglast- und Reichweitenklassen. Je nach Verfügbarkeit kommen unter anderem Systeme von ABB, KUKA, FANUC, Reis, Stäubli und Kawasaki infrage.
Gebrauchte Foundry-Roboter kaufen
FISS unterstützt bei der Auswahl geeigneter Roboter, bei der Klärung von Traglast, Reichweite, Steuerung und Lieferumfang sowie bei Demontage, Transport und technischer Abstimmung für die neue Gießzelle.
Wenn kein passender Roboter online verfügbar ist, kann FISS gezielt im internationalen Netzwerk recherchieren und geeignete Systeme prüfen.
Foundry-Roboter verkaufen
FISS unterstützt bei Bewertung und internationaler Vermarktung einzelner Roboter, kompletter Automationszellen und zugehöriger Peripherie.
Neben Vermittlung und internationaler Vermarktung kann je nach Projekt auch der direkte Ankauf durch FISS eine Möglichkeit sein.