Temperiergeräte
Temperiergeräte erwärmen, kühlen und stabilisieren Druckgießformen über einen geschlossenen Medienkreislauf. Sie führen Wasser oder Wärmeträgeröl durch die Temperierkanäle des Werkzeugs und beeinflussen damit Aufheizphase, Betriebstemperatur, Wärmeverteilung und Abkühlung während der Produktion.
Die Werkzeugtemperatur bewegt sich innerhalb eines Arbeitsfensters
Eine Druckgießform verändert ihre Temperatur mit jedem Gießzyklus. Das Temperiergerät soll Abweichungen begrenzen, den Start der Produktion unterstützen und die vorgesehene thermische Situation während der Serie möglichst stabil halten.
Der Temperierkreislauf verbindet Gerät und Werkzeug
Die Temperierung funktioniert als vollständiger Kreislauf. Das Medium wird im Gerät konditioniert, zur Form gefördert, nimmt dort Wärme auf oder gibt Wärme ab und strömt anschließend zurück.
Wasser oder Wärmeträgeröl?
Das geeignete Temperiermedium ergibt sich aus dem erforderlichen Temperaturbereich, der Werkzeugkonstruktion, den Betriebsbedingungen und dem vorhandenen Temperiergerät.
Wasser besitzt günstige Eigenschaften für den Wärmetransport. Konventionelle Wassergeräte arbeiten häufig bis etwa 90 °C. Druckwassergeräte können je nach Ausführung höhere Vorlauftemperaturen ermöglichen.
Wärmeträgeröl wird für höhere Vorlauftemperaturen eingesetzt. Je nach Gerät und Medium können deutlich höhere Temperaturbereiche als bei konventionellen Wassergeräten erreicht werden.
Ein Kreis oder mehrere getrennte Temperierzonen?
Die Zahl der Temperierkreise beeinflusst, wie differenziert einzelne Werkzeugbereiche versorgt werden können. Ein Mehrkreisgerät ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn Werkzeuganschlüsse, Pumpenleistung und Regelung tatsächlich zur vorgesehenen Aufteilung passen.
Welche technischen Daten bestimmen die Eignung?
Bei einem gebrauchten Temperiergerät reicht die maximale Temperaturangabe allein nicht aus. Der gesamte Wärmebedarf und die hydraulische Verbindung zum Werkzeug müssen betrachtet werden.
Wie beeinflusst die Temperierung den Gießprozess?
Das Temperiergerät erzeugt nicht allein die Bauteilqualität. Es schafft jedoch eine kontrollierbare thermische Grundlage für Werkzeug, Schmelze und reproduzierbare Prozessabläufe.
Gebrauchte Temperiergeräte verschiedener Hersteller
Bei FISS sind je nach Verfügbarkeit Temperiergeräte etablierter Hersteller gelistet. Für die technische Zuordnung sind jedoch Gerätedaten, Zustand und konkrete Anwendung wichtiger als der Markenname allein.
Technische Prüfung eines gebrauchten Temperiergeräts
Vor Kauf und Wiederverwendung sollten Medienkreislauf, Heizsystem, Kühlung, Pumpe, Regelung und tatsächlicher Lieferumfang unter realistischen Bedingungen geprüft werden.
Temperiergeräte innerhalb der Warmkammer-Automation
Die Temperierung beeinflusst das Werkzeug während des gesamten Produktionsablaufs. Sie muss deshalb mit Formsprühen, Maschinenzyklus und der vorhandenen Steuerung abgestimmt werden.
Überholung und Anpassung an einen neuen Temperierkreislauf
Gebrauchte Temperiergeräte können je nach Zustand gereinigt, technisch geprüft, repariert und an ein neues Werkzeug oder eine andere Anlagenumgebung angepasst werden.
Gebrauchte Temperiergeräte kaufen oder verkaufen
FISS unterstützt bei der Suche nach einem geeigneten Temperiergerät und bei der technischen Zuordnung anhand von Temperiermedium, Vorlauftemperatur, Heiz- und Kühlleistung, Pumpendaten, Kreisanzahl, elektrischer Ausrüstung und vorhandenen Werkzeuganschlüssen. Wenn kein passendes Gebrauchtgerät gelistet ist, kann FISS im internationalen Netzwerk nach Alternativen suchen oder je nach Projekt eine fabrikneue Lösung anbieten.
Beim Verkauf unterstützt FISS bei Zustandsaufnahme, technischer Dokumentation und internationaler Vermarktung einzelner Temperiergeräte sowie kompletter Warmkammer-Druckgusszellen. Neben Vermittlung und internationaler Vermarktung kann je nach Projekt auch der direkte Ankauf durch FISS eine Möglichkeit sein.