Schmelzöfen
Schmelzöfen und kombinierte Schmelz- und Warmhalteöfen bereiten Metalllegierungen für Druckguss, Kokillenguss, Niederdruckguss, Sandguss und weitere Gießverfahren auf. Sie übernehmen das Aufschmelzen von Masseln, Rücklaufmaterial oder geeignetem Schrott und stellen die benötigte Flüssigmetallmenge für die Produktion bereit.
Der reale Metallbedarf bestimmt die Ofengröße
Ein Ofen sollte weder ausschließlich nach seiner maximalen Temperatur noch nur nach dem Fassungsvermögen ausgewählt werden. Entscheidend ist, wie viel flüssiges Metall die Produktion über eine Schicht tatsächlich benötigt und wann dieser Bedarf anfällt.
Schmelzen und Warmhalten sind unterschiedliche Lastfälle
Kombinierte Anlagen übernehmen häufig beide Aufgaben. Für die technische Bewertung sollte dennoch getrennt betrachtet werden, welche Leistung zum Aufschmelzen und welche Kapazität zum Bereitstellen des Flüssigmetalls benötigt wird.
Das feste Einsatzmaterial wird erwärmt, aufgeschmolzen und auf die vorgesehene Verarbeitungstemperatur gebracht. Materialform, Ausgangstemperatur und Chargierfolge beeinflussen den tatsächlichen Energiebedarf.
Die bereits flüssige Legierung wird innerhalb des vorgesehenen Temperaturfensters verfügbar gehalten. Dabei sind Metallmenge, Entnahmefolge, Wärmeverluste und die Verbindung zu den Gießmaschinen entscheidend.
Die Ofenbauart folgt dem Einsatzmaterial und der Betriebsweise
Unterschiedliche Konstruktionen lösen unterschiedliche Aufgaben. Bei gebrauchten Anlagen müssen deshalb Schmelzraum, Warmhaltebereich, Chargieröffnung und Metallentnahme genau zum vorgesehenen Produktionskonzept passen.
Beheizung und Energieversorgung müssen zum Standort passen
Die verfügbare Energieinfrastruktur beeinflusst nicht nur die Betriebskosten. Sie bestimmt auch Anschlussleistung, Abgasführung, Sicherheitskonzept, Aufstellort und mögliche Schmelzleistung.
Welche technischen Daten bestimmen die Eignung?
Für die Bewertung eines gebrauchten Schmelzofens sollten die tatsächlichen Betriebsdaten und der komplette Lieferumfang dokumentiert werden. Hersteller und Baujahr allein reichen für eine belastbare technische Zuordnung nicht aus.
Gebrauchte Schmelzöfen verschiedener Hersteller
Das Angebot kann Schachtöfen, Herdöfen, Tiegelöfen sowie kombinierte Schmelz- und Warmhalteöfen umfassen. Verfügbarkeit, Baujahr, Leistung, Kapazität und Ausstattung ändern sich mit dem jeweils vorhandenen Maschinenbestand.
Technische Prüfung eines gebrauchten Schmelzofens
Eine aussagekräftige Zustandsbewertung umfasst den Ofenkörper, die feuerfeste Auskleidung, Beheizung, Steuerung, Sicherheitstechnik und alle zum Betrieb erforderlichen Nebenaggregate.
Demontage und Wiederaufbau sind Teil der Ofenplanung
Schmelzöfen sind schwere, thermisch beanspruchte Anlagen mit projektabhängigen Medienanschlüssen. Eine erfolgreiche Umsetzung beginnt deshalb bereits vor der Demontage am bisherigen Standort.
Weitere Ofentechnik für Gießerei und Druckguss
Schmelzöfen sind häufig Teil eines größeren Metallversorgungssystems. Je nach Gießverfahren können Dosieren, Warmhalten, Recycling oder eine spezielle elektrische Beheizung zusätzliche Anlagen erfordern.
FISS unterstützt bei der Suche nach einem geeigneten Schmelz- oder Warmhalteofen und bei der technischen Zuordnung anhand von Legierung, Einsatzmaterial, Schmelzleistung, Fassungsvermögen, Beheizung, Chargierkonzept, Metallentnahme und vorhandener Energieinfrastruktur. Wenn aktuell kein passender Ofen gelistet ist, kann FISS gezielt im internationalen Netzwerk nach einer geeigneten Lösung recherchieren.
Beim Verkauf unterstützt FISS bei Zustandsaufnahme, technischer Dokumentation, Demontageplanung und internationaler Vermarktung einzelner Schmelzöfen sowie kompletter Gießereianlagen. Neben Vermittlung und internationaler Vermarktung kann je nach Projekt auch der direkte Ankauf durch FISS eine Möglichkeit sein.