Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Erfahrung unzähliger Projekte
Starten wir gemeinsam durch
Wir sind an-ders. Wir sind besser!
schnell und direkter Kontakt
Anbieten
Zur Startseite gehen

Produkte filtern

Schmelzöfen

Gebrauchte Schmelzöfen Gießereitechnik Schmelzen und Warmhalten
Aus festem Einsatzmaterial wird eine definierte Metallschmelze.

Schmelzöfen und kombinierte Schmelz- und Warmhalteöfen bereiten Metalllegierungen für Druckguss, Kokillenguss, Niederdruckguss, Sandguss und weitere Gießverfahren auf. Sie übernehmen das Aufschmelzen von Masseln, Rücklaufmaterial oder geeignetem Schrott und stellen die benötigte Flüssigmetallmenge für die Produktion bereit.

Einsatzmaterial Masseln, Rücklaufmaterial oder geeigneter Metallschrott
Leistungsgröße Schmelzleistung in Kilogramm oder Tonnen pro Stunde
Metallvorrat Ofen- und Warmhaltekapazität für den Produktionsbedarf
Energie Gas, Öl, elektrische Widerstandsheizung oder Induktion

Der reale Metallbedarf bestimmt die Ofengröße

Ein Ofen sollte weder ausschließlich nach seiner maximalen Temperatur noch nur nach dem Fassungsvermögen ausgewählt werden. Entscheidend ist, wie viel flüssiges Metall die Produktion über eine Schicht tatsächlich benötigt und wann dieser Bedarf anfällt.

Produktionsbedarf, Schichtprofil und Reserve ergeben die erforderliche Schmelzleistung.
Stundenbedarf
Metallverbrauch der angeschlossenen Gießanlagen Gießgewicht, Angussanteil, Ausschuss, Anzahl der Maschinen und tatsächliche Taktzeiten bilden die Grundlage für den benötigten Flüssigmetallstrom.
Schichtverlauf
Gleichmäßige oder schwankende Abnahme Produktionsstarts, Werkzeugwechsel, Pausen und unterschiedliche Auslastungen erzeugen keine gleichmäßige Metallabnahme. Der Ofen muss auf diese Lastwechsel abgestimmt sein.
Prozessreserve
Ausreichende Leistung ohne dauerhafte Überdimensionierung Eine Reserve kann Produktionsschwankungen und Wärmeverluste ausgleichen. Eine dauerhaft zu große Anlage kann jedoch unnötige Bereitschaftsverluste und zusätzlichen Platzbedarf verursachen.
Flüssigmetallpuffer
Schmelzleistung und Warmhaltemenge gemeinsam betrachten Die verfügbare Badmenge muss die Metallabnahme überbrücken, ohne dass lange Verweilzeiten oder häufige starke Temperaturschwankungen entstehen.

Schmelzen und Warmhalten sind unterschiedliche Lastfälle

Kombinierte Anlagen übernehmen häufig beide Aufgaben. Für die technische Bewertung sollte dennoch getrennt betrachtet werden, welche Leistung zum Aufschmelzen und welche Kapazität zum Bereitstellen des Flüssigmetalls benötigt wird.

Aufgabe 01
Schmelzen

Das feste Einsatzmaterial wird erwärmt, aufgeschmolzen und auf die vorgesehene Verarbeitungstemperatur gebracht. Materialform, Ausgangstemperatur und Chargierfolge beeinflussen den tatsächlichen Energiebedarf.

Leitgröße Schmelzleistung in Kilogramm oder Tonnen pro Stunde.
Materialfluss Größe, Zustand und Zusammensetzung der eingesetzten Chargen.
Anlagentechnik Chargiermaschine, Vorwärmung, Brennerleistung und Ofengeometrie.
Aufgabe 02
Warmhalten

Die bereits flüssige Legierung wird innerhalb des vorgesehenen Temperaturfensters verfügbar gehalten. Dabei sind Metallmenge, Entnahmefolge, Wärmeverluste und die Verbindung zu den Gießmaschinen entscheidend.

Leitgröße Nutzbares Fassungsvermögen und zulässige Badmenge.
Temperatur Regelbereich, Messstellen und tatsächliche Wärmeverteilung.
Bereitstellung Schöpfen, Kippen, Flüssigmetalltransport oder direkte Übergabe.

Die Ofenbauart folgt dem Einsatzmaterial und der Betriebsweise

Unterschiedliche Konstruktionen lösen unterschiedliche Aufgaben. Bei gebrauchten Anlagen müssen deshalb Schmelzraum, Warmhaltebereich, Chargieröffnung und Metallentnahme genau zum vorgesehenen Produktionskonzept passen.

Schachtofen
Kontinuierliches Schmelzen mit vertikalem Materialweg Kaltes Einsatzmaterial wird im Schacht aufgegeben und auf dem Weg in den Schmelzbereich vorgewärmt. Schachtgeometrie, Materialgröße, Brennertechnik und Chargierfolge müssen aufeinander abgestimmt sein.
Herd- und Kammerofen
Große Metallmengen schmelzen oder warmhalten Herd- und Kammerkonstruktionen können für unterschiedliche Chargen, Warmhaltemengen und Entnahmekonzepte ausgelegt sein. Badgeometrie, Türen, Brenneranordnung und Ausmauerung bestimmen die tatsächliche Verwendung.
Tiegelofen
Metall innerhalb eines separaten Tiegels aufnehmen Tiegelöfen können zum Schmelzen oder Warmhalten eingesetzt und als Kipp- oder Schöpföfen ausgeführt werden. Tiegelwerkstoff, Tragfähigkeit, Beheizung und Wechselkonzept sind wichtige Prüfpunkte.

Beheizung und Energieversorgung müssen zum Standort passen

Die verfügbare Energieinfrastruktur beeinflusst nicht nur die Betriebskosten. Sie bestimmt auch Anschlussleistung, Abgasführung, Sicherheitskonzept, Aufstellort und mögliche Schmelzleistung.

Gas
Hohe Schmelzleistung bei größeren Anlagen Gasbeheizte Schmelzöfen werden häufig für Vorschmelzbetrieb und größere Metallmengen eingesetzt. Zu prüfen sind Brennersystem, Gasart, Anschlussdruck, Wärmerückgewinnung, Abgasführung und Genehmigungssituation.
Elektrisch
Widerstandsheizung für flexible Temperaturführung Elektrisch beheizte Anlagen kommen zum Schmelzen und besonders zum Warmhalten zum Einsatz. Anschlussleistung, Heizstufen, Heizelemente, Regelung und verfügbare Netzkapazität müssen dokumentiert werden.
Induktion
Elektrische Erwärmung über elektromagnetische Induktion Induktionsöfen bilden eine eigene Ofenkategorie. Für die Zuordnung sind Metallart, Frequenz, elektrische Leistung, Spulenzustand, Kühlung, Stromversorgung und vorhandene Umrichtertechnik entscheidend.
Die wirtschaftlich geeignete Beheizung hängt von Energiepreisen, Produktionsprofil, Auslastung, Metallart, Abgas- und Genehmigungsanforderungen am jeweiligen Standort ab.

Der Ofen beeinflusst den Zustand der bereitgestellten Schmelze

Die Metallqualität entsteht nicht durch den Ofen allein. Einsatzmaterial, Legierungsführung, Temperatur, Verweilzeit, Reinigung und anschließender Metalltransport bilden ein zusammenhängendes Prozesssystem.

Temperaturfenster einhalten Messstellen, Regelung und Wärmeverteilung müssen gewährleisten, dass die Schmelze für den nachfolgenden Gießprozess in einem geeigneten Temperaturbereich bereitsteht.
Unnötige Verweilzeit vermeiden Ofenkapazität und Produktionsabnahme sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass die Schmelze nicht länger als technisch erforderlich im System verbleibt.
Chargiermaterial kontrolliert zuführen Feuchtigkeit, starke Verschmutzung, Fremdmaterial und ungeeignete Stückgrößen können den Schmelzprozess und die Betriebssicherheit beeinträchtigen. Das Chargierkonzept muss zum Einsatzmaterial passen.
Schlacke und Rückstände berücksichtigen Zugänglichkeit des Bades, Reinigungsöffnungen, Werkzeugraum und Entsorgungsweg beeinflussen den Aufwand für regelmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten.

Welche technischen Daten bestimmen die Eignung?

Für die Bewertung eines gebrauchten Schmelzofens sollten die tatsächlichen Betriebsdaten und der komplette Lieferumfang dokumentiert werden. Hersteller und Baujahr allein reichen für eine belastbare technische Zuordnung nicht aus.

Werkstoff
Legierung und Einsatzmaterial Aluminium, Magnesium, Messing, Zink, Zinn, Blei oder andere Legierungen stellen unterschiedliche Anforderungen an Ofenausführung, Temperaturbereich und Werkstoffe.
Leistung
Schmelzleistung Die dokumentierte Leistung in Kilogramm oder Tonnen pro Stunde muss unter realistischen Betriebsbedingungen zum geplanten Metallverbrauch passen.
Kapazität
Gesamt- und Nutzinhalt Gesamtvolumen, Arbeitsbad, Mindestfüllstand und tatsächlich nutzbare Metallmenge sollten voneinander unterschieden werden.
Temperatur
Arbeits- und Maximaltemperatur Zulässiger Bereich, Temperaturfühler, Messstellen, Regelgenauigkeit und Sicherheitstemperaturbegrenzung müssen geprüft werden.
Beheizung
Brenner oder elektrische Heizleistung Leistung, Anzahl, Regelbereich, Alter, Hersteller und Zustand der Brenner, Heizstäbe, Schütze oder Leistungsmodule dokumentieren.
Beschickung
Chargieröffnung und Chargiermaschine Aufgabehöhe, Chargengröße, Einfüllöffnung, Schachtabmessungen und vorhandene Hebe- oder Beschickungstechnik müssen zum Materialfluss passen.
Entnahme
Schöpfen, Kippen oder Flüssigmetalltransfer Auslauf, Kippmechanik, Schöpföffnung, Rinnen und angeschlossene Transport- oder Dosiersysteme bestimmen die Übergabe an den Gießprozess.
Aufstellung
Abmessungen, Gewicht und Fundament Außenmaße, Betriebsgewicht, Schwerpunkte, Wartungsflächen, Fundamentlasten und Zugänglichkeit am neuen Standort erfassen.
Steuerung
Regelung, Sensorik und Schnittstellen Schaltschrank, SPS, Bediengerät, Temperaturregelung, Füllstand, Brennersteuerung, Störmeldungen und Verbindung zur Produktion prüfen.

Gebrauchte Schmelzöfen verschiedener Hersteller

Das Angebot kann Schachtöfen, Herdöfen, Tiegelöfen sowie kombinierte Schmelz- und Warmhalteöfen umfassen. Verfügbarkeit, Baujahr, Leistung, Kapazität und Ausstattung ändern sich mit dem jeweils vorhandenen Maschinenbestand.

Hersteller StrikoWestofen
Hersteller ZPF Therm
Hersteller Hindenlang
Hersteller HORMESA
Hersteller FRAMA
Hersteller Jasper
Maßgeblich sind stets die Angaben im jeweiligen Maschinenangebot. Technische Daten, Lieferumfang und Betriebszustand sollten vor dem Kauf projektspezifisch bestätigt werden.

Technische Prüfung eines gebrauchten Schmelzofens

Eine aussagekräftige Zustandsbewertung umfasst den Ofenkörper, die feuerfeste Auskleidung, Beheizung, Steuerung, Sicherheitstechnik und alle zum Betrieb erforderlichen Nebenaggregate.

Ausmauerung und Isolierung Feuerfestmaterial, Risse, Ausbrüche, Fugen, Ofenboden, Schmelzbereich, Warmhaltebad und sichtbare Wärmeschäden dokumentieren. Reststandzeit und möglicher Erneuerungsbedarf sollten fachlich bewertet werden.
Ofenkörper und Stahlbau Gehäuse, Rahmen, Türen, Deckel, Scharniere, Stützen, Befestigungen und Bereiche mit Korrosion oder thermischer Verformung kontrollieren.
Brenner und Gasstrecke Brennerzustand, Zündung, Flammenüberwachung, Gebläse, Armaturen, Ventile, Druckregelung, Dichtheit und vorhandene Sicherheitssteuerung prüfen.
Elektrische Heizung Heizstäbe, Anschlüsse, Schütze, Leistungsmodule, Stromaufnahme, Isolationszustand und Regelung unter geeigneten Testbedingungen kontrollieren.
Temperaturmessung Thermoelemente, Schutzrohre, Messstellen, Anzeigen, Sollwerte, Grenzwerte und Übertemperaturschutz auf Funktion und Plausibilität prüfen.
Chargier- und Entnahmetechnik Chargiermaschine, Klappen, Hubwerke, Kippantrieb, Rinnen, Ausläufe, Hydraulik und Endlagen auf Zustand und vollständigen Lieferumfang untersuchen.
Abgas- und Filtersystem Abgaskanäle, Klappen, Wärmerückgewinnung, Ventilatoren, Messstellen und vorhandene Filter- oder Absauganlagen erfassen.
Steuerung und Dokumentation SPS, Bediengerät, Programme, Schaltpläne, Gaspläne, Betriebsanleitungen, Wartungsunterlagen und Parameterstände möglichst vollständig sichern.

Demontage und Wiederaufbau sind Teil der Ofenplanung

Schmelzöfen sind schwere, thermisch beanspruchte Anlagen mit projektabhängigen Medienanschlüssen. Eine erfolgreiche Umsetzung beginnt deshalb bereits vor der Demontage am bisherigen Standort.

Aufnahme
Anlage und Anschlüsse dokumentieren Abmessungen, Gewicht, Medien, Abgaswege, Fundament, Kabel, Gasstrecke, Peripherie und Transportmöglichkeiten vollständig erfassen.
Demontage
Ofen für den Transport vorbereiten Energieversorgung trennen, Restmetall entfernen, empfindliche Komponenten sichern und demontierbare Baugruppen eindeutig kennzeichnen.
Transport
Gewicht und Schwerpunkt berücksichtigen Hebepunkte, Kranleistung, Fahrzeugabmessungen, Transportsicherung und mögliche Sondertransporte frühzeitig planen.
Wiederaufbau
Fundament, Energie und Abgas neu abstimmen Aufstellung, Anschlüsse, Ausmauerungszustand, Brennereinstellung, Steuerung, Sicherheitstechnik und Probebetrieb am neuen Standort koordinieren.

Weitere Ofentechnik für Gießerei und Druckguss

Schmelzöfen sind häufig Teil eines größeren Metallversorgungssystems. Je nach Gießverfahren können Dosieren, Warmhalten, Recycling oder eine spezielle elektrische Beheizung zusätzliche Anlagen erfordern.

Gebrauchte Öfen Gesamtübersicht über Schmelz-, Warmhalte-, Dosier-, Tiegel-, Recycling- und Sonderöfen. Übersicht ansehen
Dosieröfen Flüssigmetall warmhalten und reproduzierbar an Druckguss- oder Gießzellen dosieren. Kategorie ansehen
Tiegelöfen Schmelz- und Warmhalteöfen mit separatem Tiegel als Kipp- oder Schöpfausführung. Kategorie ansehen
Aluminium-Recycling-Öfen Anlagen zum Umschmelzen von Aluminiumschrott, Spänen und Rücklaufmaterial. Kategorie ansehen
Induktionsöfen Elektrische Anlagen zum Schmelzen, Warmhalten und Gießen über elektromagnetische Induktion. Kategorie ansehen
Sonstige Öfen Ofenanlagen für Magnesium-, Zink-, Messing- und weitere industrielle Anwendungen. Kategorie ansehen
Ofenüberholung Technische Prüfung, Ausmauerung, Reparatur und Anpassung gebrauchter Ofenanlagen. Service ansehen
Gebrauchte Schmelzöfen kaufen oder verkaufen

FISS unterstützt bei der Suche nach einem geeigneten Schmelz- oder Warmhalteofen und bei der technischen Zuordnung anhand von Legierung, Einsatzmaterial, Schmelzleistung, Fassungsvermögen, Beheizung, Chargierkonzept, Metallentnahme und vorhandener Energieinfrastruktur. Wenn aktuell kein passender Ofen gelistet ist, kann FISS gezielt im internationalen Netzwerk nach einer geeigneten Lösung recherchieren.

Beim Verkauf unterstützt FISS bei Zustandsaufnahme, technischer Dokumentation, Demontageplanung und internationaler Vermarktung einzelner Schmelzöfen sowie kompletter Gießereianlagen. Neben Vermittlung und internationaler Vermarktung kann je nach Projekt auch der direkte Ankauf durch FISS eine Möglichkeit sein.