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Mechanische Pressen

Gebrauchte mechanische Pressen Stanzen und Umformen Serienfertigung mit definiertem Hub
Rotierende Antriebsenergie wird in einen kontrollierten Pressenhub übersetzt.

Mechanische Pressen formen, stanzen, schneiden, prägen oder ziehen metallische Werkstücke mit einem wiederkehrenden, mechanisch geführten Stößelhub. Sie werden insbesondere dort eingesetzt, wo hohe Taktleistungen, reproduzierbare Bewegungen und eine wirtschaftliche Serienfertigung erforderlich sind.

Typische Aufgaben Stanzen, Schneiden, Biegen, Prägen, Ziehen und Kalibrieren
Antriebsprinzip Schwungrad, Kupplung, Getriebe, Kurbel- oder Exzentermechanik
Produktionsweise Einzelhub, Serienhub, Folgeverbund- oder automatisierter Betrieb
Anlagenumfeld Werkzeug, Bandanlage, Vorschub, Transfer und Teileabführung

Wie eine mechanische Presse den Arbeitshub erzeugt

Der Antriebsstrang verbindet Elektromotor, Energiespeicher, Kupplungs- und Bremssystem sowie die mechanische Übersetzung zum Stößel. Die genaue Ausführung unterscheidet sich je nach Pressentyp und Herstellergeneration.

Aus einer gleichförmigen Drehbewegung entsteht eine definierte Auf- und Abwärtsbewegung des Stößels.
Energie
Motor und Schwungrad stellen die erforderliche Arbeitsenergie bereit Der Hauptmotor beschleunigt den Antrieb. Bei konventionellen mechanischen Pressen speichert das Schwungrad Energie, die während des Umformvorgangs innerhalb eines kurzen Zeitfensters abgegeben wird.
Koppeln
Die Kupplung verbindet den laufenden Antrieb mit dem Pressengetriebe Je nach Bauart kommen unterschiedliche Kupplungs- und Bremssysteme zum Einsatz. Zustand, Ansprechverhalten, Druckversorgung und sichere Trennung sind zentrale Prüfpunkte einer gebrauchten Presse.
Hub
Kurbel, Exzenter oder Gelenksystem bewegen den Stößel Die mechanische Kinematik bestimmt Hubweg, Geschwindigkeitsverlauf, Verweilzeit im Umformbereich und die Kraftentwicklung in Abhängigkeit von der jeweiligen Stößelposition.
Stoppen
Das Bremssystem bringt den Antrieb in die definierte Halteposition Bremsweg, Nachlauf, Verschleißzustand und die Verbindung zur Sicherheitssteuerung beeinflussen, ob Einzelhub, Einrichtbetrieb und automatische Produktion kontrolliert ausgeführt werden können.

Typische mechanische Antriebskonzepte

Die Kinematik beeinflusst nicht nur die maximale Hubzahl. Sie bestimmt auch, wie schnell sich der Stößel im Arbeitsbereich bewegt und wann innerhalb des Hubs die verfügbare Presskraft bereitsteht.

Antriebskonzept
Exzenter- und Kurbelpresse

Eine Exzenter- oder Kurbelwelle wandelt die Drehbewegung des Antriebs in den Stößelhub um. Der Bewegungsverlauf ist konstruktiv festgelegt und wiederholt sich mit jedem Hub.

Typische Anwendung Stanzen, Biegen, Prägen, Folgeverbundfertigung und allgemeine Blechumformung.
Wichtige Daten Nennkraftpunkt, Hub, Hubzahl, Exzenterwelle, Lagerung und Getriebeübersetzung.
Antriebskonzept
Kniehebel- und Gelenkpresse

Ein Gelenk- oder Kniehebelsystem verändert den Geschwindigkeitsverlauf des Stößels. Im unteren Arbeitsbereich kann eine verlangsamte Bewegung mit hoher Kraftwirkung erreicht werden.

Typische Anwendung Prägen, Kalibrieren, Feinschneiden und ausgewählte Umformprozesse mit längerer Arbeitsphase.
Wichtige Daten Gelenkzustand, Lagerluft, Bewegungsprofil, unterer Totpunkt und Werkzeugbelastung.
Antriebskonzept
Servo-mechanische Presse

Ein leistungsstarker Servoantrieb bewegt die mechanische Pressenkinematik ohne klassisches Schwungradkonzept. Hubweg, Geschwindigkeit und Bewegungsprofil können je nach Ausführung programmierbar sein.

Typische Anwendung Flexible Serienfertigung, anspruchsvolle Umformung und Prozesse mit variabler Stößelbewegung.
Wichtige Daten Servomotor, Umrichter, Energiemanagement, Software, Bewegungsprofile und Ersatzteilverfügbarkeit.

Presskraft, Arbeitsvermögen und Hubposition unterscheiden

Die angegebene Nennkraft steht bei einer mechanischen Presse nicht automatisch über den gesamten Hubweg zur Verfügung. Für die Werkzeugauslegung ist entscheidend, an welcher Stößelposition die maximale Prozesskraft benötigt wird.

Kraftfenster Die Presse muss Kraft und Energie am richtigen Punkt des Hubs liefern. Eine hohe Nennkraft kann technisch ungeeignet sein, wenn Arbeitspunkt, Energiebedarf, außermittige Belastung oder Werkzeughöhe nicht zum vorhandenen Pressenaufbau passen.
Nennkraftpunkt Gibt an, in welcher Entfernung vor dem unteren Totpunkt die ausgewiesene Presskraft erreicht werden darf. Dieser Wert muss mit dem Kraftmaximum des Werkzeugs verglichen werden.
Arbeitsvermögen Beschreibt die pro Hub verfügbare Energie. Große Umformarbeiten können trotz ausreichender Nennkraft zu viel Energie aus dem Schwungrad entnehmen.
Hubzahl Die mögliche Hubzahl hängt unter anderem von Hubweg, Werkzeugprozess, Zuführtechnik, Kupplung, Bremsung, Schmierung und verfügbarer Motorleistung ab.
Außermittige Belastung Einseitige oder unsymmetrische Werkzeugkräfte beanspruchen Stößelführung, Druckpunkte und Gestell stärker als eine gleichmäßig verteilte Belastung.

Gestellbauform und Druckpunkte bestimmen die Steifigkeit

Der Pressenrahmen nimmt sämtliche Umformkräfte auf. Zugänglichkeit, Werkzeuggröße, außermittige Belastung und geforderte Parallelität beeinflussen die geeignete Bauform.

Gestellbauform 01
C-Gestell

Einständer- oder C-Gestellpressen bieten einen gut zugänglichen Werkzeugraum. Sie werden häufig für kleinere und mittlere Presskräfte sowie kompakte Stanz- und Umformaufgaben eingesetzt.

Zugänglichkeit Werkzeugraum ist von vorne und seitlich vergleichsweise gut erreichbar.
Prüfschwerpunkt Gestellaufbiegung, Risse, Tischzustand und Führung bei außermittiger Last.
Typische Ausführung Ein Druckpunkt, kompakter Tisch und Einzel- oder Folgeverbundbetrieb.
Gestellbauform 02
Doppelständer

Doppelständer-, Portal- oder geschlossene Gestellpressen bieten hohe Steifigkeit und große Werkzeugräume. Je nach Ausführung wird der Stößel über einen, zwei oder mehrere Druckpunkte angetrieben.

Werkzeugraum Geeignet für breite Werkzeuge, größere Bauteile und automatisierte Materialtransporte.
Prüfschwerpunkt Ständer, Zuganker, Druckpunkte, Parallelität und synchroner Lauf der Antriebsseiten.
Typische Ausführung Ein- oder Mehrpunktantrieb für Folgeverbund-, Transfer- und Großteilfertigung.

Die Anwendung definiert Werkzeug, Kinematik und Materialfluss

Mechanische Pressen können sehr unterschiedliche Umformoperationen ausführen. Für die Auswahl müssen Prozesskraft, Werkzeugaufbau, Materialform und Automatisierungsgrad zusammen beschrieben werden.

Stanzen
Konturen schneiden, lochen oder Bauteile aus dem Band trennen Schneidkraft, Schnittschlag, Werkzeugspiel, Blechdicke, Teileabführung und mögliche Rückfederung beeinflussen Pressenauslegung und Fundament.
Kraft und Schnittschlag
Umformen
Biegen, Ziehen, Prägen oder Kalibrieren Materialfestigkeit, Umformweg, Werkzeuggeometrie, Niederhalter, Ziehkissen und benötigte Kraftkurve müssen zum Bewegungsprofil der Presse passen.
Umformweg bewerten
Folgeverbund
Mehrere Bearbeitungsstufen innerhalb eines Werkzeugs verbinden Bandvorschub, Teilung, Werkzeuglänge, Stößelparallelität, Hubzahl, Bandführung und Schrottabtransport bestimmen die erreichbare Serienleistung.
Werkzeug und Vorschub
Transfer
Werkstücke zwischen mehreren Umformstufen transportieren Transferbewegung, Greiferfreigang, Hubhöhe, Öffnungswinkel, Stufenabstand und Pressensteuerung müssen exakt synchronisiert werden.
Bewegungen synchronisieren

Der Werkzeugraum entscheidet über die praktische Verwendbarkeit

Eine Presse kann nur eingesetzt werden, wenn Werkzeug, Spannmittel, Materialzuführung und Teileabführung innerhalb der vorhandenen Geometrie sicher funktionieren.

Tischfläche und Presskraft reichen nicht aus. Das vollständige Werkzeugpaket muss in den Arbeitsraum passen.
Einbauhöhe Abstand zwischen Tisch beziehungsweise Aufspannplatte und Stößelunterseite bei definierter Stößelstellung. Werkzeughöhe, Zwischenplatten und Spanntechnik müssen innerhalb des Verstellbereichs liegen.
Stößelverstellung Die Verstellung dient zur Anpassung der Schließhöhe und nicht als Ersatz für einen ungeeigneten Hub. Spindeln, Muttern, Motor, Anzeige und Klemmung sollten geprüft werden.
Tisch und Stößel Länge, Breite, Durchfallöffnung, T-Nuten, Bohrbild, Aufspannplatte, Oberflächenzustand und zulässige Werkzeugmasse bestimmen die Werkzeugaufnahme.
Hub und Öffnungsraum Der Hub muss für Umformweg, Teileentnahme, Materialtransport und Werkzeugzugang ausreichen. Ein unnötig großer Hub kann die mögliche Taktleistung reduzieren.
Ziehkissen und Auswerfer Vorhandene pneumatische oder hydraulische Kissen, Auswerferbewegungen und Durchführungen müssen in Kraft, Hub, Position und Steuerung zum neuen Werkzeug passen.

Welche technischen Daten bestimmen die Eignung?

Hersteller, Baujahr und Nennkraft ermöglichen nur eine erste Einordnung. Entscheidend sind der vollständige Arbeitsraum, Kraftverlauf, Energiehaushalt, Antriebszustand, Werkzeugprozess und die vorhandene Peripherie.

Pressentyp
Exzenter-, Kurbel-, Kniehebel- oder Servo-Presse Die Kinematik bestimmt Bewegungsprofil, Kraftentwicklung, Arbeitsgeschwindigkeit und mögliche Einsatzbereiche.
Presskraft
Nennkraft und Nennkraftpunkt Die erforderliche Prozesskraft muss innerhalb des zulässigen Kraftverlaufs und am passenden Abstand vor dem unteren Totpunkt liegen.
Arbeitsvermögen
Verfügbare Energie pro Hub Der Energiebedarf des Werkzeugs darf die verfügbare Arbeitskapazität von Antrieb und Schwungrad nicht überschreiten.
Hub
Fester oder verstellbarer Stößelhub Hubweg, Öffnungswinkel, unterer Totpunkt und mögliche Hubverstellung mit Werkzeug und Materialtransport vergleichen.
Hubzahl
Hübe pro Minute und Betriebsarten Einzelhub, Tippbetrieb, Serienhub, variable Drehzahl und zulässige Dauerleistung unter Produktionsbedingungen dokumentieren.
Einbauhöhe
Werkzeugraum und Stößelverstellung Einbauhöhe, Verstellweg, maximale Öffnung und Werkzeughöhe müssen eine sichere Montage und Produktion ermöglichen.
Tischfläche
Aufspannbereich und Durchfallöffnung Tisch- und Stößelabmessungen, T-Nuten, Bohrbilder, Aufspannplatten und Schrottdurchfall vollständig vermessen.
Druckpunkte
Ein-, Zwei- oder Mehrpunktaufhängung Abstand und Anordnung der Druckpunkte beeinflussen Werkzeugbreite, Stößelsteifigkeit und zulässige außermittige Belastung.
Hauptantrieb
Motor, Schwungrad, Kupplung und Bremse Motorleistung, Drehzahlregelung, Schwungrad, Kupplungstyp, Bremsweg, Druckversorgung und Schaltzustand prüfen.
Werkzeugschutz
Überlastschutz und Prozessüberwachung Hydraulischer Überlastschutz, Kraftüberwachung, Doppelblechkontrolle, Vorschubüberwachung und Werkzeugschutz erfassen.
Automation
Bandanlage, Vorschub oder Transfer Materialbreite, Teilung, Vorschubweg, Einlaufhöhe, Schnittstellen, Takt und vorhandene Peripherie dokumentieren.
Aufstellung
Gewicht, Fundament und Einbringweg Maschinengewicht, Schwerpunkt, Fundamentplan, Schwingungen, Raumhöhe, Wartungsflächen und Transportweg am neuen Standort berücksichtigen.

Der Zustand des Antriebsstrangs bestimmt Präzision und Verfügbarkeit

Bei einer gebrauchten mechanischen Presse sind sämtliche kraftübertragenden Komponenten gemeinsam zu prüfen. Lokaler Verschleiß kann sich auf Stößellauf, Geräusch, Erwärmung und Werkzeugqualität auswirken.

Schwungrad
Energiespeicher und rotierende Masse Lagerung, Rundlauf, Riemenscheiben, Antriebsriemen, Schutzabdeckung und Bremsvorrichtung auf Zustand und sichere Funktion prüfen.
Kupplung
Antrieb kontrolliert ein- und auskuppeln Beläge, Dichtungen, Ventile, Luftdruck, Ölversorgung, Schaltverhalten und mögliche Leckagen unter realistischen Betriebsbedingungen kontrollieren.
Bremse
Stößel innerhalb des vorgesehenen Nachlaufs stoppen Bremsbeläge, Federn, Lüftspiel, Temperatur, Nachlaufmessung und Verbindung zur Sicherheitssteuerung müssen bewertet werden.
Getriebe
Drehzahl und Drehmoment auf die Pressenwelle übertragen Zahnflanken, Lager, Ölzustand, Dichtungen, Flankenspiel, Geräusch und Temperaturentwicklung geben Hinweise auf den Verschleißzustand.
Kurbelwelle
Drehbewegung in den Stößelhub übersetzen Lagerstellen, Exzenter, Pleuel, Gelenke, Bolzen, Buchsen und Verbindungen auf Spiel, Risse, Schmierung und gleichmäßigen Lauf prüfen.
Stößelführung
Werkzeugoberteil präzise führen Führungsleisten, Gleitflächen, Einstellkeile, Schmierung, Parallelität und Spiel beeinflussen Werkzeugstandzeit und Bauteilqualität.

Die Presse ist häufig nur das Zentrum einer vollständigen Linie

Materialzuführung, Werkzeugüberwachung, Teiletransport und Schrottabführung bestimmen gemeinsam mit der Presse die erreichbare Produktionsleistung.

Linienintegration Jeder Hub benötigt freigegebenes Material, Werkzeug und Schutzsystem. Eine hohe Pressenhubzahl ist nur nutzbar, wenn Zuführung, Werkzeug, Teileentnahme und Sicherheitskommunikation denselben Produktionstakt zuverlässig unterstützen.
Coil- und Bandanlage Abwickler, Richtmaschine, Bandschlaufe, Vorschub, Einlaufhöhe, Bandbreite und Materialdicke müssen zur Presse und zum Werkzeug passen.
Walzen- oder Zangenvorschub Vorschubweg, Genauigkeit, Beschleunigung, Pilotfreigabe und Steuerungssynchronisation beeinflussen die Position des Materials im Werkzeug.
Transfertechnik Greifer, Schienen, Hub- und Schließbewegung, Freigang, Stufenabstand und Pressenwinkel müssen als gemeinsames Bewegungsprogramm betrachtet werden.
Teile- und Schrottabführung Rutschen, Transportbänder, Schrottscheren, Behälter und Sensoren müssen Materialstau erkennen und den Pressenhub gegebenenfalls sperren.
Werkzeugüberwachung Sensoren für Vorschub, Teilelage, Doppelblech, Auswurf, Stempelbruch und Kraftverlauf können Werkzeug und Presse vor Folgeschäden schützen.

Technische Prüfung einer gebrauchten mechanischen Presse

Eine aussagekräftige Zustandsaufnahme umfasst nicht nur einen Probelauf. Gestell, Antrieb, Stößelführung, Kupplung und Bremse, Schmierung, Elektrik, Sicherheit und vorhandene Peripherie müssen dokumentiert werden.

Prüfbereich Pressengestell und Zuganker Rahmen, Ständer, Schweißnähte, Gussbereiche, Zuganker, Verbindungen und bekannte Reparaturstellen auf Risse, Verformung oder Korrosion prüfen.
Prüfbereich Tisch, Stößel und Parallelität Aufspannflächen, Verschleiß, Bearbeitungsspuren, Stößelparallelität, Führungszustand und Spiel in mehreren Hubpositionen kontrollieren.
Prüfbereich Hauptantrieb und Getriebe Motor, Riemen, Schwungrad, Zahnräder, Wellen, Lager, Schmierzustand, Geräusche und Temperaturentwicklung unter Betrieb bewerten.
Prüfbereich Kupplung und Bremse Schaltfunktion, Druckversorgung, Dichtheit, Beläge, Nachlauf, Einzelhubfunktion und sichere Trennung des Antriebs prüfen.
Prüfbereich Kurbeltrieb und Lagerstellen Kurbel- oder Exzenterwelle, Pleuel, Bolzen, Buchsen, Gelenke, Lagerluft und Schmierung auf Verschleiß untersuchen.
Prüfbereich Schmierung und Druckluft Pumpen, Verteiler, Leitungen, Druckschalter, Ölstandüberwachung, Filter, Luftbehälter und mögliche Leckagen vollständig aufnehmen.
Prüfbereich Elektrik und Steuerung Schaltschrank, SPS, Bediengerät, Schütze, Antriebe, Drehgeber, Betriebsarten, Programme und vorhandene Schnittstellen dokumentieren.
Prüfbereich Sicherheit und Lieferumfang Schutzeinrichtungen, Lichtschranken, Zweihandbedienung, Not-Halt, Verriegelungen, Werkzeugschutz, Unterlagen und Zubehör eindeutig erfassen.

Sicherheitskonzept für den neuen Einsatz vollständig bewerten

Eine ältere Presse darf nicht allein aufgrund ihres bisherigen Betriebszustands übernommen werden. Maschine, Werkzeug, Beschickung und Bedienkonzept müssen für den neuen Standort gemeinsam beurteilt werden.

Die sichere Presse entsteht aus Mechanik, Steuerung und wirksamer Zugangssicherung.
Betriebsarten Aus, Einrichten, Tippbetrieb, Einzelhub und Automatikbetrieb müssen eindeutig wählbar sein und mit den vorgesehenen Schutzfunktionen zusammenarbeiten.
Zugang zum Werkzeugraum Feststehende Verkleidungen, bewegliche Schutztüren, Lichtschranken, Zweihandbedienung oder andere Maßnahmen müssen zum konkreten Bedien- und Materialfluss passen.
Nachlauf und Bremsung Die gemessene Anhaltezeit bildet eine wichtige Grundlage für die Anordnung berührungslos wirkender Schutzeinrichtungen und muss regelmäßig kontrollierbar sein.
Wiederanlaufschutz Nach einer Unterbrechung, geöffneten Schutzeinrichtung oder Störung darf kein unbeabsichtigter Pressenhub entstehen.
Werkzeugwechsel Energiequellen, Stößelabstützung, Werkzeuggewicht, Spanntechnik, Kranbetrieb und Einrichtverfahren müssen in das Sicherheitskonzept einbezogen werden.
Standortanforderungen Vor der Wiederinbetriebnahme sind die am neuen Standort geltenden technischen, rechtlichen und betrieblichen Anforderungen projektspezifisch zu prüfen.

Demontage und Wiederaufbau als Pressenprojekt planen

Mechanische Pressen besitzen hohe Einzelgewichte, konzentrierte Fundamentlasten und präzise ausgerichtete Antriebs- und Führungskomponenten. Eine erfolgreiche Umsetzung beginnt deshalb mit einer vollständigen Aufnahme am bisherigen Standort.

Bestandsaufnahme
Maschine, Fundament und Peripherie dokumentieren Abmessungen, Gewicht, Schwerpunkt, Baugruppen, Fundamentplan, Medien, Schaltschrank, Materialzuführung und Sicherheitsbereich vollständig erfassen.
Stillsetzung
Energiequellen trennen und Stößel sichern Elektrische Versorgung, Druckluft, Hydraulik, gespeicherte Energie, Schwungrad und bewegliche Komponenten kontrolliert stillsetzen.
Demontage
Baugruppen markieren und transportsicher zerlegen Motor, Schwungrad, Kopfstück, Stößel, Tisch, Ständer, Zuganker, Leitungen und Peripherie je nach Maschinenkonzept eindeutig kennzeichnen.
Transport
Hebepunkte, Einzelgewichte und Einbringweg abstimmen Kranleistung, Fahrzeug, Transporthöhe, Schwerpunkt, Anschlagmittel, Straßentransport und Hallenzugang frühzeitig planen.
Fundament
Tragfähigkeit, Verankerung und Schwingungsverhalten prüfen Fundamentgeometrie, Befestigung, Nivellierung, Schwingungsisolierung und Verbindung zur Band- oder Transferanlage müssen zum neuen Layout passen.
Inbetriebnahme
Ausrichtung, Funktionen und Sicherheit schrittweise freigeben Geometrie, Schmierung, Drehrichtung, Kupplung, Bremse, Tippbetrieb, Einzelhub, Schutzfunktionen und Produktionstest kontrolliert prüfen.

Gebrauchte mechanische Pressen verschiedener Hersteller

Je nach verfügbarem Bestand können Einständerpressen, Doppelständerpressen, Stanzautomaten, Exzenterpressen und weitere mechanische Pressensysteme unterschiedlicher Baujahre und Leistungsklassen angeboten werden.

Aida · Bruderer · EBU · Erfurt · Haulick + Roos · Kaiser · MABU · Müller Weingarten · Raster · Schuler · Smeral · Zani
Hersteller, Baujahr, Presskraft, Hub, Hubzahl, Gestellbauform, Automatisierung und Lieferumfang können sich mit dem verfügbaren Maschinenbestand laufend ändern. Maßgeblich sind die Angaben im jeweiligen Maschinenangebot.

Weitere Pressentechnik und ergänzende Dienstleistungen

Abhängig von Umformaufgabe, Kraftverlauf, Automatisierung und Produktionskonzept können auch andere Pressenbauarten oder vollständige Pressenlinien für das Projekt geeignet sein.

Gebrauchte Pressen Gesamtübersicht über mechanische, hydraulische, Transfer-, Schmiede-, Tuschier- und weitere Pressen. Übersicht ansehen
Hydraulische Pressen Pressen mit hydraulischer Krafterzeugung und flexibel regelbarem Kraft- und Wegverlauf. Kategorie ansehen
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Tuschierpressen Maschinen zum Prüfen, Anpassen, Öffnen und Schließen großer Werkzeuge und Formen. Kategorie ansehen
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FISS unterstützt bei der Suche nach einer geeigneten mechanischen Presse und bei der technischen Zuordnung anhand von Pressentyp, Anwendung, Nennkraft, Nennkraftpunkt, Arbeitsvermögen, Hub, Hubzahl, Einbauhöhe, Werkzeugraum, Gestellbauform, Druckpunkten, Automatisierung und vorhandener Standortinfrastruktur. Wenn aktuell keine passende Presse gelistet ist, kann FISS gezielt im internationalen Netzwerk nach einer geeigneten Lösung recherchieren.

Beim Verkauf unterstützt FISS bei Zustandsaufnahme, technischer Dokumentation, Demontageplanung und internationaler Vermarktung einzelner mechanischer Pressen sowie vollständiger Pressen- und Umformanlagen. Neben Vermittlung und internationaler Vermarktung kann je nach Projekt auch der direkte Ankauf durch FISS eine Möglichkeit sein.