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Entnahmegeräte

Gebrauchte Entnahmegeräte für Warmkammer-Druckgussmaschinen
Die Form öffnet sich. Das Entnahmegerät muss präzise in den Maschinenraum eingreifen.

Entnahmegeräte übernehmen Zink- oder Magnesium-Druckgussteile nach dem Öffnen der Warmkammer-Druckgießmaschine. Sie greifen das Gussteil oder die vollständige Gießtraube, lösen sie kontrolliert aus dem Werkzeugbereich und übergeben sie an Separierung, Fördertechnik, Prüfstation oder Behälter.

Die Bewegungsfolge der automatischen Teileentnahme

Ein Entnahmegerät führt mehrere genau abgestimmte Bewegungen aus. Jede Phase benötigt eine eindeutige Maschinenfreigabe und eine kontrollierte Endposition.

Warten
Außerhalb des Werkzeugbereichs bereitstehen Das Gerät befindet sich in einer sicheren Ausgangsposition, während die Druckgießmaschine den Schuss und die Erstarrung ausführt.
Erforderliche Freigabe Form vollständig geöffnet, Auswerferposition erreicht und Bewegungsraum für die Entnahme freigegeben.
Einfahren
Den Greifer zum definierten Aufnahmepunkt bewegen Hub, Einfahrtiefe und Orientierung müssen die Gießtraube erreichen, ohne Werkzeughälften, Säulen oder weitere Automationsgeräte zu berühren.
Kollisionsfreier Weg Die tatsächliche Werkzeugkontur und alle Einbauten im Maschinenbereich müssen bei der Bewegungsplanung berücksichtigt werden.
Greifen
Gussteil oder Gießtraube reproduzierbar sichern Der Greifer schließt an einer geeigneten Kontur und hält das Teil während Ausheben, Rückfahrt und anschließender Übergabe.
Greifbestätigung Endlage, Greifdruck oder ein geeignetes Sensorsignal bestätigen, dass das Teil vor der Rückbewegung sicher aufgenommen wurde.
Ausheben
Das Teil aus Werkzeug und Auswerferbereich lösen Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit müssen verhindern, dass das Teil verkantet, an Konturen hängen bleibt oder unkontrolliert aus dem Greifer fällt.
Definierte Rückfahrt Erst nach sicherem Verlassen des Werkzeugraums darf die Maschine den nächsten Prozessschritt freigeben.
Übergeben
Das Teil an die folgende Station ablegen Je nach Anlagenkonzept erfolgt die Übergabe an Separiertrommel, Rutsche, Transportband, Prüfwaage oder Sammelbehälter.
Freigabe der Folgeanlage Die Zielposition muss bereit und frei sein, bevor der Greifer öffnet oder das Teil ablegt.

Der kritische Bewegungsraum liegt zwischen Werkzeug und sicherer Übergabezone

Das Entnahmegerät muss tief genug in die geöffnete Maschine einfahren und zugleich schnell wieder einen sicheren Bereich erreichen. Der gesamte Weg wird durch Werkzeug, Säulen, Sprüheinrichtung und Maschinenverkleidung begrenzt.

Werkzeugbereich Teil aufnehmen Enger Bewegungsraum mit Werkzeugkonturen, Auswerfern und heißen Bauteilen. Position und Greifwinkel müssen exakt stimmen.
Bewegungskorridor Kollisionsfrei zurückfahren Das gegriffene Teil verändert den erforderlichen Freiraum. Nicht nur der Greifer, sondern die vollständige Gießtraube muss den Maschinenraum sicher verlassen können.
Sichere Zone Teil übergeben Außerhalb der Form erfolgt die Übergabe an den nachfolgenden Teilefluss oder eine definierte Ablageposition.
Schematische Darstellung: Der tatsächliche Bewegungskorridor wird anhand von Werkzeug, Maschine, Greifer, Gießtraube und vorhandener Peripherie festgelegt.

Der Greifer ist die direkte Schnittstelle zum Gussteil

Ein vorhandenes Entnahmegerät kann mechanisch funktionieren und dennoch für ein neues Bauteil ungeeignet sein. Häufig entscheidet der Greifer über die tatsächliche Verwendbarkeit.

Form

Die Greifkontur muss eine eindeutige Teilelage ermöglichen

Greiferbacken, Finger, Anschläge und Aufnahmen sollten das Gussteil an ausreichend stabilen Bereichen erfassen. Die Position muss auch bei üblichen Maß- und Prozessschwankungen reproduzierbar bleiben.

Halt

Die Haltekraft muss für Teilgewicht und Bewegung ausreichen

Beschleunigung, Richtungswechsel und mögliche Haftkräfte im Werkzeug beeinflussen die Belastung des Greifers. Gleichzeitig darf die Greifkraft empfindliche Konturen nicht unnötig verformen.

Kontakt

Heiße Oberflächen und Angusskonturen beanspruchen den Greifer

Greifflächen, Befestigungen und Sensorik müssen für den wiederkehrenden Kontakt mit warmen Gussteilen und möglichen scharfkantigen Angussbereichen geeignet sein.

Welche Daten bestimmen die technische Eignung?

Hersteller und Baujahr allein reichen für die Auswahl eines gebrauchten Entnahmegeräts nicht aus. Entscheidend sind die tatsächlichen Bewegungsdaten und die Einbindung in die vorhandene Warmkammer-Druckgusszelle.

Transportgut
Gussteil oder vollständige Gießtraube Abmessungen, Gewicht, Schwerpunkt, Temperatur und Greifkontur bestimmen Traglast, Greiferaufbau und notwendige Bewegungsfreiheit.
Maschinenraum
Öffnungsweite und Einfahrtiefe Der Greifer muss den Aufnahmepunkt erreichen und die vollständige Gießtraube anschließend kollisionsfrei aus dem Werkzeugraum führen.
Bewegung
Hubwege und Achsanordnung Horizontaler Hub, Höhenbewegung, Drehung oder zusätzliche Verfahrwege müssen zum geplanten Entnahme- und Übergabepunkt passen.
Leistung
Traglast und Beschleunigung Greifer, Gussteil und mögliche Angussreste bilden die tatsächlich bewegte Masse. Antrieb, Führungen und Bremsverhalten müssen dafür ausgelegt sein.
Produktion
Verfügbare Zykluszeit Einfahren, Greifen, Rückfahren, Übergabe und Rückkehr in die Ausgangsposition müssen innerhalb des vorgesehenen Maschinentakts erfolgen.
Aufstellung
Befestigung und Platzbedarf Maschinenanbau, Bodenständer, Verkleidung, Wartungszugang und Bewegungsraum müssen mit dem vorhandenen Anlagenlayout vereinbar sein.
Energie
Pneumatischer oder elektrischer Antrieb Betriebsdruck, Anschlussleistung, Motoren, Getriebe, Geschwindigkeitsregelung und vorhandene Versorgung sind zu prüfen.
Kommunikation
Steuerung und Maschineninterface Form-offen-Signal, Entnahmefreigabe, Greifbestätigung, Endlagen, Störungen und Sicherheitskreis müssen eindeutig abgestimmt werden.

Das Entnahmegerät arbeitet innerhalb eines begrenzten Zeitfensters

Die Entnahme beginnt erst nach dem sicheren Öffnen der Form und muss abgeschlossen sein, bevor der nächste Maschinenzyklus freigegeben werden kann.

Nicht die schnellste Einzelbewegung zählt. Entscheidend ist der vollständige, sichere Ablauf.
Maschine Form öffnen Werkzeug und Auswerfer erreichen ihre freigegebene Position.
Entnahme Einfahren Greifer erreicht den vorgesehenen Aufnahmepunkt.
Teilkontakt Greifen und lösen Das Gussteil wird gesichert und aus dem Werkzeugbereich geführt.
Folgeprozess Übergeben Das Teil gelangt zur nächsten Station oder Ablageposition.
Freigabe Grundstellung melden Der Maschinenraum ist frei für den nächsten Gießzyklus.

Wo endet die Entnahme und wo beginnt der Folgeprozess?

Die Ablageposition des Entnahmegeräts muss bereits zur nächsten Station passen. Teilelage, Abwurfhöhe und Freigabesignale beeinflussen den gesamten Materialfluss.

Automation Warmkammer Gesamtübersicht über Materialversorgung, Formvorbereitung, Entnahme, Separierung, Transport und Kontrolle. Übersicht ansehen
Formsprühanlagen Formsprühen und Teileentnahme nutzen häufig denselben geöffneten Werkzeugraum und benötigen eine eindeutig abgestimmte Reihenfolge. Kategorie ansehen
Separiertrommeln Übernehmen vollständige Gießtrauben und trennen Gussteile von Angüssen und Überläufen. Kategorie ansehen
Transportbänder Führen entnommene oder bereits getrennte Teile kontrolliert zur nächsten Bearbeitungs- oder Prüfstation. Kategorie ansehen
Ausfallprüfwaagen Kontrollieren das Gewicht einzelner Gussteile innerhalb des automatisierten Materialflusses. Kategorie ansehen
Warmkammer-Druckgussmaschinen Gebrauchte Maschinen und komplette Warmkammer-Druckgusszellen für Zink- und Magnesiumanwendungen. Kategorie ansehen

Technische Zustandsprüfung eines gebrauchten Entnahmegeräts

Neben der reinen Bewegungsfunktion sollten Mechanik, Greifer, Antrieb, Sensorik, Steuerung und tatsächlicher Lieferumfang dokumentiert werden.

Grip
Greifer und Teileaufnahme Greiferbacken, Finger, Anschläge, Gelenke und Befestigungen auf Verschleiß, Verformung, Spiel und Eignung für das neue Gussteil prüfen.
Axis
Führungen und Bewegungsachsen Linearführungen, Wellen, Rollen, Lager und Schlitten auf ruhigen Lauf, Verschleiß, Schmierung und ausreichende Steifigkeit kontrollieren.
Drv
Antrieb und Kraftübertragung Motoren, Getriebe, Zylinder, Ventile, Ketten, Riemen, Kupplungen und Bremsen unter realistischen Bewegungsbedingungen testen.
Pos
Endlagen und Sensorik Näherungsschalter, Endschalter, Greifbestätigung, Positionsgeber und Anschläge auf Funktion und reproduzierbare Schaltpunkte prüfen.
Ctl
Steuerung und Bedienung Schaltschrank, SPS, Bediengerät, Programme, elektrische Pläne, Kabel und Stecker vollständig erfassen.
Safe
Sicherheitsausrüstung Schutzgitter, Verkleidungen, Türen, Verriegelungen, Not-Halt und sichere Stillsetzung der Bewegungen bewerten.
Base
Befestigung und Maschinenanbau Flanschmaße, Grundgestell, Auflageflächen, Stützen und Befestigungspunkte mit der vorgesehenen Warmkammermaschine vergleichen.
Docs
Dokumentation und Lieferumfang Greifer, Steuerung, Kabel, Pneumatik, Schutzsysteme, Ersatzteile, Schaltpläne und Bedienungsunterlagen eindeutig zuordnen.

Die Maschinenkommunikation sichert den Bewegungsablauf

Entnahmegerät und Druckgießmaschine dürfen nicht unabhängig voneinander arbeiten. Freigaben, Endlagen und Störmeldungen bilden eine gemeinsame Ablauf- und Sicherheitslogik.

Form vollständig geöffnet Das Entnahmegerät darf erst in den Maschinenraum einfahren, wenn die Werkzeugbewegung beendet und die vorgesehene Öffnungsposition bestätigt ist.
Auswerferposition erreicht Das Teil muss sich in einer definierten Position befinden, damit der Greifer den vorgesehenen Aufnahmepunkt reproduzierbar erreicht.
Greifer geschlossen Vor der Rückbewegung sollte bestätigt werden, dass Greifer oder Teileaufnahme die vorgesehene Endlage erreicht haben.
Maschinenraum frei Erst wenn Entnahmegerät, Greifer und Gussteil den Werkzeugbereich verlassen haben, kann die Druckgießmaschine den nächsten Bewegungsabschnitt freigeben.
Folgestation bereit Separiertrommel, Transportband, Waage oder Behälter müssen die Übergabe aufnehmen können, bevor das Teil freigegeben wird.
Störung und sichere Grundstellung Bei fehlendem Teil, blockierter Achse oder unbestätigter Endlage muss der Prozess kontrolliert gestoppt und ein sicherer Zustand erreicht werden.

Überholung und Anpassung an eine neue Druckgusszelle

Gebrauchte Entnahmegeräte können je nach Zustand mechanisch geprüft, überholt und an ein neues Gussteil, Werkzeug oder Anlagenlayout angepasst werden.

Ein Entnahmegerät ist erst passend, wenn Greifer, Bewegung, Übergabe und Maschinensteuerung zusammenarbeiten.
Mechanische Überholung Führungen, Lager, Gelenke, Antriebe, Getriebe, Zylinder und Befestigungen prüfen oder erneuern.
Greiferanpassung Greiferfinger, Backen, Anschläge und Aufnahmen an Kontur, Gewicht und Schwerpunkt des neuen Gussteils anpassen.
Bewegungsweg abstimmen Einfahrtiefe, Hub, Höhenposition und Übergabepunkt an Werkzeug, Maschine und nachfolgende Peripherie anpassen.
Sensorik und Elektrik Endlagen, Greifbestätigung, Kabel, Steckverbindungen und elektrische Komponenten prüfen und gegebenenfalls erneuern.
Steuerungsintegration Maschinenfreigaben, Bewegungsabläufe, Störmeldungen und Sicherheitsfunktionen für die neue Warmkammeranlage neu abstimmen.

Gebrauchte Entnahmegeräte kaufen oder verkaufen

FISS unterstützt bei der Suche nach einem geeigneten Entnahmegerät und bei der technischen Zuordnung anhand von Gussteilabmessungen, Gewicht, Greifpunkt, Öffnungsweite, Hubwegen, Taktzeit, Übergabeposition und Schnittstelle zur Warmkammer-Druckgießmaschine. Wenn aktuell kein passendes Gebrauchtgerät gelistet ist, kann FISS im internationalen Netzwerk nach einer geeigneten Lösung suchen oder je nach Projekt eine fabrikneue Anlage anbieten.

Beim Verkauf unterstützt FISS bei Zustandsaufnahme, technischer Dokumentation und internationaler Vermarktung einzelner Entnahmegeräte sowie kompletter Warmkammer-Druckgusszellen. Neben Vermittlung und internationaler Vermarktung kann je nach Projekt auch der direkte Ankauf durch FISS eine Möglichkeit sein.