Zwei Bühler Evolution B 420 D erfolgreich von Deutschland nach Korea und Vietnam verlagert
FISS realisierte 2020 die Demontage, Zerlegung, Verpackung und internationale Standortverlagerung von zwei baugleichen Bühler Evolution B 420 D Kaltkammer-Druckgießmaschinen mit jeweils 4.200 t Schließkraft. Die beiden Großanlagen wurden von Deutschland nach Korea beziehungsweise Vietnam transportiert.
Welche Bühler Druckgießmaschinen wurden international verlagert?
FISS übernahm die Verlagerung von zwei baugleichen Bühler Evolution B 420 D Kaltkammer-Druckgießmaschinen mit jeweils 4.200 t Schließkraft.
Die Maschinen hatten seit 2004 im mehrschichtigen Gießbetrieb 6-Zylinder-Motorblöcke produziert. Nach dem Verkauf wurden sie demontiert, in transportfähige Baugruppen zerlegt, dokumentiert, verpackt und zu ihren neuen Produktionsstandorten in Korea und Vietnam verschifft.
Vom deutschen Automobilwerk zu neuen Produktionsstandorten in Asien
Die beiden Bühler Evolution B 420 D waren zuvor bei einem deutschen Automobilhersteller im Einsatz und sollten 2020 auf dem internationalen Gebrauchtmaschinenmarkt verkauft werden.
Über das internationale Netzwerk von FISS entstand der Kontakt zu einem asiatischen Hersteller, der geeignete Gießzellen für die Produktion von Aluminiumgehäusen für 5G-Mobilfunknetze an seinen Standorten in Korea und Vietnam suchte.
Zwei gebrauchte Großmaschinen
Die baugleichen Bühler Maschinen sollten nach langjährigem Einsatz im Automobilguss verkauft werden.
Internationales Netzwerk nutzen
FISS unterstützte bei der Suche nach einem geeigneten Käufer für zwei Druckgießmaschinen dieser Größenordnung.
Aluminiumgehäuse für 5G-Technik
Die Maschinen sollten an den neuen Standorten für die Herstellung von Aluminiumgehäusen eingesetzt werden.
Von der Planung bis zur Verschiffung der Großmaschinen
Bei Druckgießmaschinen dieser Größenordnung müssen Demontage, Schwerlastbewegung, Verpackung und internationale Logistik exakt aufeinander abgestimmt werden.
Projektplanung
Maschinengewichte, Demontagereihenfolge, Ausbringungswege und Transportkonzept wurden geplant.
Peripherie
Nicht zum Lieferumfang gehörende Automation und Peripherie wurden zuerst demontiert.
Hauptmaschinen
Die Bühler Maschinen wurden anschließend in schwere transportfähige Baugruppen zerlegt.
Dokumentation
Komponenten wurden markiert, fotografiert und komplexe Arbeitsschritte per Video dokumentiert.
Transport
Die Baugruppen wurden per Lkw, Sondertransport und Seefracht nach Asien transportiert.
270 Tonnen Maschinengewicht erfordern detaillierte Schwerlastplanung
Eine Bühler Evolution B 420 D bringt laut Projektbericht rund 270.000 kg auf die Waage. Einzelne Baugruppen stellten deshalb bereits bei der Ausbringung aus der Produktionshalle besondere Anforderungen.
Unterkellerten Transportweg mit 100 Deckenstützen sichern
Für die Ausbringung einer besonders schweren Baugruppe musste der vorhandene Fahrweg statisch vorbereitet werden. Da sich unter dem Transportweg ein Kellerbereich befand, wurde der Weg mit insgesamt 100 Deckenstützen abgesichert.
Schwerbauteile frühzeitig erfassen
Die Gewichte der einzelnen Maschinenbaugruppen müssen vor der Demontage bekannt sein, um geeignete Hebe- und Transporttechnik festzulegen.
Tragfähigkeit der Transportwege prüfen
Hallenboden, Durchfahrten und unterkellerte Bereiche können bei Schwerlastprojekten entscheidend für die Ausbringungsplanung sein.
Maschinenbaugruppen kontrolliert bewegen
Die Dimensionen der Bühler B 420 D erforderten eine abgestimmte Schwerlast- und Hebetechnik.
Demontage und Ausbringung verzahnen
Die Reihenfolge der Zerlegung musste auf die spätere Bewegung und Verladung der Baugruppen abgestimmt werden.
Rund 30 Mitarbeiter im Mehrschichtbetrieb
Der Abbau in Deutschland begann im März 2020. Zeitweise waren rund 30 Mitarbeiter im Einsatz. Um den Projektzeitplan einzuhalten, wurde in mehreren Schichten sowie auch an Wochenenden gearbeitet.
Start der Demontage
Die Arbeiten am deutschen Produktionsstandort begannen im März 2020.
Projektzeitplan einhalten
Die Demontage wurde über mehrere Arbeitsschichten organisiert.
Arbeiten auch samstags und sonntags
Teile der Demontage wurden auch am Wochenende durchgeführt.
Zuerst Peripherie und Automation, danach die Bühler Maschinen
Zu Beginn wurden Anlagen demontiert, die nicht Bestandteil des vereinbarten Lieferumfangs waren. Erst danach folgten die KUKA Sprühroboter und die beiden Hauptmaschinen.
- KMA Absauganlagen demontiert
- WEKO WE 2500 Entgratpresse demontiert
- Temperiergeräte entfernt
- Dosieröfen demontiert
- Ertl Grobentgratungsanlagen entfernt
- Teilebeschriftung demontiert
- KUKA Sprühroboter abgebaut
- Bühler Evolution B 420 D anschließend zerlegt
Gute Wartung unterstützt den langfristigen Werterhalt
Bei der Zerlegung der Schließeinheiten zeigte sich laut Projektbericht ein sehr guter Zustand wichtiger mechanischer Baugruppen.
Guter mechanischer Zustand
Die Aufspannplatten zeigten sich bei der Demontage in einem sehr guten Zustand.
Mechanik gut erhalten
Auch das Kniehebelsystem wurde beim Zerlegen positiv bewertet.
Regelmäßige Wartung zahlt sich aus
Der Zustand der Führungssäulen unterstrich den Wert regelmäßiger Wartung und durchgeführter Modernisierungen.
Bauteile markieren, fotografieren und komplexe Schritte filmen
Eine detaillierte Dokumentation war besonders wichtig, da Techniker des späteren Betreibers aufgrund der damaligen Corona-Beschränkungen nicht am Demontagestandort teilnehmen konnten.
- Alle demontierten Teile markieren
- Maschinenkomponenten fotografieren
- Anschlüsse und Schnittstellen dokumentieren
- Komplexe Demontageschritte per Video erfassen
- Baugruppen strukturiert zuordnen
- Demontagereihenfolge nachvollziehbar festhalten
- Kunden regelmäßig über Projektfortschritt informieren
- Wiederaufbau durch technische Dokumentation unterstützen
Acht Open-Top-Container und fünf Sonderpackstücke pro Maschine
Nach Abschluss der Demontage wurden die Baugruppen über deutsche Seehäfen nach Asien verschifft.
Open-Top-Container
Pro Druckgießmaschine wurden acht 40-Fuß-Open-Top-Container eingesetzt.
Sonderpackstücke
Zusätzlich wurden pro Maschine fünf große Sonderpackstücke transportiert.
Schwerstes Transportteil
Am Zielort musste ein Bauteil mit einem Gewicht von etwa 65 Tonnen bewegt werden.
Wochen Seereise
Die verschifften Komponenten waren rund sechs Wochen unterwegs.
Zielstandorte
Die Maschinen wurden für Produktionsstandorte in Korea und Vietnam vorgesehen.
Per Lkw und Sondertransport zum Hafen, anschließend per Schiff
Die erste Maschine wurde mit regulären Lkw und Sondertransporten nach Hamburg beziehungsweise Bremerhaven gebracht und von dort nach Korea verschifft.
Maschinenbaugruppen zum Seehafen transportieren
Je nach Abmessung und Gewicht kamen reguläre Transporte und Sondertransporte zum Einsatz.
Container und RoRo kombinieren
Abhängig von der jeweiligen Baugruppe wurden Open-Top-Container, Kisten und RoRo-Transport genutzt.
Zweite Maschine zunächst zwischengelagert und anschließend ausgeliefert
Die zweite Bühler Evolution B 420 D wurde zunächst in der Nähe von Landshut zwischengelagert und später ebenfalls erfolgreich zu ihrem neuen Standort in Vietnam ausgeliefert.
Unterschiedliche Transportvorschriften berücksichtigen
Mit der Ankunft im Zielland ist ein Maschinenverlagerungsprojekt noch nicht abgeschlossen. Auch der Weitertransport vom Hafen zum neuen Produktionsstandort muss auf lokale Vorschriften, Straßenbedingungen und zulässige Achslasten abgestimmt werden.
Im Projekt stellte insbesondere ein rund 65 Tonnen schweres Bauteil hohe Anforderungen an die Transportplanung in Korea und Vietnam.
Technischer Support aus Deutschland
Ursprünglich war vorgesehen, dass FISS auch den Wiederaufbau am Zielort begleitet. Aufgrund der damaligen Corona-Beschränkungen und aus Kostengründen entschied sich der Kunde schließlich dafür, Montage und Inbetriebnahme mit eigenen Ressourcen durchzuführen.
Informationen aus der Demontage weiterverwenden
Markierungen, Fotos und Videoaufnahmen unterstützen die Zuordnung der Komponenten beim Wiederaufbau.
Technische Unterstützung aus Deutschland
FISS unterstützte den Kunden während Montage und Inbetriebnahme technisch aus Deutschland.
Großmaschinenverlagerung ist mehr als reiner Transport
Bei einer Druckgießmaschine mit mehreren hundert Tonnen Gesamtgewicht entscheidet die detaillierte Projektplanung darüber, ob Demontage, Ausbringung, Verpackung und Transport reibungslos ineinandergreifen.
Baugruppen transportfähig zerlegen
Bereits die Demontagereihenfolge muss Gewichte, Ausbringungswege und spätere Transportabmessungen berücksichtigen.
Wiederaufbau vorbereiten
Eine strukturierte Kennzeichnung erleichtert die spätere Montage am neuen Produktionsstandort.
Transportkonzept an jede Baugruppe anpassen
Containertransport, Sondertransport und RoRo können innerhalb eines Projekts kombiniert werden.
Lokale Vorschriften berücksichtigen
Transportanforderungen können sich zwischen Ursprungs- und Zielland deutlich unterscheiden.
Internationale Verlagerung von Druckgießmaschinen und Gießanlagen
FISS unterstützt Unternehmen bei Verkauf, Demontage, Verpackung, Transport und Wiederinbetriebnahme gebrauchter Druckgießmaschinen und kompletter Gießereianlagen.
- Langjährige Erfahrung mit Druckgießmaschinen
- Internationale Maschinenvermittlung
- Technische Projektplanung
- Planung von Schwerlast-Ausbringungswegen
- Mechanische und elektrische Demontage
- Zerlegung großer Schließeinheiten
- Markierung und Dokumentation
- Professionelle Maschinenverpackung
- Koordination von Sondertransporten
- Internationale Seefracht
- Zwischenlagerung nach Projektbedarf
- Unterstützung bei Wiederaufbau und Inbetriebnahme
Weitere Lösungen für Druckgießmaschinen und Anlagenverlagerungen
Druckgießmaschinen kaufen und verkaufen
Gebrauchte Kaltkammer- und Warmkammer- Druckgießmaschinen sowie komplette Gießzellen.
DemontageGroßmaschinen professionell demontieren
Planung, Zerlegung, Dokumentation und Vorbereitung komplexer Maschinenanlagen für die Verlagerung.
TransportInternationale Maschinenlogistik
Landtransport, Schwerlasttransport, Verpackung, Verschiffung und internationale Standortverlagerung.
Fragen zur Verlagerung der Bühler Evolution B 420 D
Welche Druckgießmaschinen wurden verlagert?
Welche Schließkraft haben die Bühler Evolution B 420 D?
Wie schwer ist eine Bühler Evolution B 420 D?
Wo waren die Maschinen zuvor im Einsatz?
Wohin wurden die Maschinen transportiert?
Welche neue Anwendung war für die Maschinen vorgesehen?
Wie viele Mitarbeiter waren bei der Demontage im Einsatz?
Was war die größte Herausforderung bei der Ausbringung?
Wie wurde die Demontage dokumentiert?
Wie viele Container wurden benötigt?
Wie lange dauerte die Verschiffung?
Hat FISS auch den Wiederaufbau durchgeführt?
Kann FISS auch sehr große Druckgießmaschinen international verlagern?
Planen Sie die Demontage und internationale Verlagerung einer Druckgießmaschine oder Gießzelle?
Senden Sie FISS Hersteller, Modell, Baujahr, Schließkraft, Maschinengewicht, aktuellen Standort, Zielstandort, Anlagenumfang, vorhandene Peripherie sowie technische Dokumentation und Fotos. Unser Team unterstützt Sie bei Projektplanung, Demontage, Dokumentation, Verpackung, Schwerlasttransport, Verschiffung und Wiederinbetriebnahme.
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